Vom 17. – 21. September 2017 fand zum ersten Mal das Projekt “Abenteuer Rückenwind” auf der Thor Heyerdahl statt. 17 Teilnehmer aus ganz Deutschland kamen in Kiel am Seefischmarkt zusammen um gemeinsam in See zu stechen. Der Stadtpräsident von Kiel, welcher die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen hat, verabschiedete die Jugendlichen und die Besatzung des Dreimasters.  Fünf spannende und erlebnisreiche Tage standen den Leichtmatrosen bevor.

 

 

Sonntag 17.09.2017

Position: 54°26,0 N   010°10,7 E

Wetter: 14 Grad, 7/8 Bewölkung, Regen, Gewitter

 

Die Anreise war am Sonntagnachmittag. Als jeder da war wurden wir in unsere Zimmer gebracht um unser Gepäck abzulegen. Um 16 Uhr kamen Reporter unter anderem der „Kieler Nachrichten“, um Fotos mit uns und dem Stadtpräsidenten von Kiel –Herrn Tovar – zu machen. Währenddessen bekamen wir die Sicherheitseinweisung. Um 17 Uhr legten wir mit der Thor Heyerdahl in der Schwentine in Kiel ab. Der erste Tag war sehr anstrengend und stressig, wegen der zum Teil weiten Anreise und der vielen Informationen. Doch trotzdem freuten wir uns mega auf die Segeltour mit der Thor Heyerdahl.

 

Hansi und Jan

 

Montag 18.09.2017

Position : 54°29,8`N   010°14,5`E

Wetter: 16°Celsius (Luft), 14°Celsius (Wasser), 2/8 Bewölkung Windstärke 1 von Westen

 

Unser Tag begann um 7 Uhr morgens. Zuerst sind wir (noch in Pyjamas) auf´s Deck gegangen und haben uns eine wunderschön aufsteigende Sonne angeguckt und auch fotografiert. Um 7.30 Uhr gab es dann Frühstück, von der Backschaft zubereitet. Dazu zählen vielerlei leckere Dinge, leider fehlte die Nutella. Somit dachten wir zuerst, der Tag wäre ruiniert. Das Frühstück ging dann bis kurz nach 8 Uhr und danach mussten wir alle erstmal zusammen das Schiff putzen. Unsere Wache, die Wache 2 war für die Flure, Niedergänge und die Messe zuständig. So schlimm war das dann doch gar nicht. Anschließend wurden wir alle zur Besprechung aufs Hauptdeck gerufen. Dort haben wir unser Ziel besprochen und eine Einweisung zum Segelsetzen bekommen. Anschließend setzten wir natürlich die Segel. Jede Wache war für ein Segel verantwortlich. So haben wir das Großsegel übernommen. Die Gaffel hochzuziehen war ein wenig anstrengend, aber letztendlich waren dann einige Segel gesetzt. Der Wind fehlte leider weiterhin, doch das hat uns nicht gestört, denn wir durften (nach einer ausführlichen Einweisung selbstverständlich) mit Klettergurten in den Mast klettern. Das hat total Spaß gemacht und der Tag war dann doch nicht ruiniert! Jeder durfte so hoch klettern wie er wollte, denn auch wenn es von unten nicht so aussieht, von oben betrachtet sind die Masten ziemlich hoch. Wer sich bis ganz nach oben getraut hat, der wurde in das Mastgeheimnis eingeweiht. …

 

Nach diesem einmaligen Erlebnis gab es dann Mittagessen. Reis und Hühnchen bzw. Hirtenkäse. Dazu noch einen Salat für alle. Wirklich appetitlich. Bis um 16 Uhr durften wir dann machen was wir wollten und so spielten wir zu dritt Karten. Danach gab es Pudding mit Kirschen. Wir als Wache 2 haben dann die Wache 1 abgelöst. Dabei haben wir erfahren, dass die Inseln am Horizont schon zu Dänemark gehören und dass wir sie in paar Stunden erreichen werden. Da wir aus Windmangel mit dem Motor gefahren sind ging es dann doch schneller als erwartet. Wir haben die Segel dann wieder eingepackt und dafür mussten wir auf ca. 20m Höhe klettern. Man hatte dort eine schöne Aussicht auf die dänische Insel, die wir schon erreicht hatten. Nach diesem Erlebnis gab es dann Abendbrot und nach zwei Gemeinschaftsspielen sind wir endlich ins Bett gegangen.

 

Zoe und Janne

 

Dienstag 19.09.2017

 

Position: 54°49,95 N   010°26,6 E

Wetter: 12 Grad Lufttemperatur, sonnig

 

Heute ist Dienstag und es ist ein schöner Tag. Ich, Caitlyn, hatte Nachtwache mit der lieben Myriel und ich, Jonna, konnte schlafen. Der heutige Tag war sehr anstrengend, weil wir lange klettern und viele Seile ziehen mussten. Wir hatten jedoch einen kleinen Zwischenstopp im dänischen Ort Marstal eingelegt um ein selbstgemachtes Eis zu probieren. Das Steuern des Schiffes hat uns heute auch sehr viel Spaß gemacht. Als Belohnung gab es Kekse, Melone und Banane vom Silbertablett.

Vielen Dank für die schöne Auszeit vom Alltag.

 

Jonna und Caitlyn

 

Mittwoch 20.09.2017

 

Position: 54°49.38,8 N 10°28.11,E

Wetter: 13 Grad, bewölkt, teils Regen

 

Wecken um sieben Uhr, eine halbe Stunde später Frühstück. ( wie immer mit Brot und Obstsalat und Müsli) Danach putzen wir und ich hatte mit meiner Wache das Deck. Kurze Zeit später Segel setzen und Anker lichten. Wir verlassen den Ankerplatz ohne Motor. Ganz schön viel Arbeit an den Segeln aber eine tolle Aktion. Dann nehmen wir Kurs auf Kiel. Zum Mittag gab es Reis mit Brokkoli und Karotten. Danach Wache bis 16 Uhr. Nun müssen wir die Segel bergen und kurz nach dem wir wieder in deutschen Gewässern waren gibt es Regen. Willkommen in Norddeutschland. =) Gleich gibt’s das Captains Dinner. Ich hab schon Hunger und freu mich aufs Essen und den gemütlichen Abend mit der gesamten Crew.

Hannes und Erik

 

Donnerstag, 17 September 2017

Position: 54°25.52,2 N 10°11.09,7 E

Wetter: 13 Grad, erst neblig danach Sonne, kein Wind

 

Unsere gemeinsamen Stunden

Unser Tag begann wie jeden Morgen um 7 Uhr. Morgens war der übliche Ablauf. Alle Badezimmer belegt und eine Schlange mit Menschen die Zähneputzen und mit vollem Mund, aber mit Elan das ,,Guten Morgen” aussprachen. Wirklich amüsant. Auch wie jeden Morgen gab es um 7:30 Uhr Frühstück. Der Ablauf blieb der Selbe, außer dass es dieses Mal Brötchen und Nutella auf dem Tisch gab. Für viele ein absoluter Traum, vor allem das Nutella.

Kurz nach der morgendlichen Mahlzeit trafen sich alle jeweiligen Wachen zum allerletzten mal. Jeder gab ein kleines Feedback zur Reise. Kurz darauf war auch wieder Reinschiff auf dem Plan. Dieses Mal bitte, aber nicht nur gründlich, sondern strahlend gründlich. Wer fertig war durfte aus seiner Koje ausziehen. Langsam kamen wir unserem Ziel näher. Es gab welche die verließen uns unterwegs mit dem Motorboot, alle anderen blieben bis zum Anlegen des Schiffes an Bord.

Die Stimmung war an diesem Morgen und Mittag ein wenig traurig, aber alle genossen die letzte gemeinsame Zeit. Es war 11.45 Uhr und wir legten in der Schwentine in Kiel an. Mit Applaus bekam jeder von uns eine Seemeilenbestätigung und einen hübschen Beutel dazu. Kurz darauf war der nun „zu frühe“ Abschied. Schade… da waren sich wirklich alle einig. Die Reise ist nun in der Vergangenheit. Aber alle sind sich einig, es war wunderschön und jeder einzelne von uns hat seinen Teil dazu beigetragen!.

 

Julia